Behandlungsansatz

Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung des inneren Gleichgewichts

Der Begründer der Applied Kinesiology, Dr. George Goodheart, beschrieb dieses Gleichgewicht mit Hilfe eines gleichschenkligen Dreiecks. Die drei identischen Seiten des Dreiecks stehen jeweils für die Bereiche:

Bewegungsapparat
(Struktur)
PsycheStoffwechselvorgänge
(Biochemie)
  • Nur ein reibungsloses und damit harmonisches Zusammenspiel aller drei Bereiche kann damit für den Begriff Gesundheit stehen.
  • Meine Philosophie besteht darin, den Menschen als funktionelles Ganzes zu begreifen und nicht nur die Stelle des Symptoms oder einzelne Anteile zu betrachten.

Auf den Organismus des Menschen treffen im Laufe des Lebens eine Vielzahl von Belastungen (Fehlhaltungen, Unfälle, Operationen, psychische Belastungen oder Traumata, Umwelteinflüsse u.v.m), die vom Nervensystem mit Kompensations- bzw. Reparaturmaßnahmen beantwortet werden.

Die Kapazitäten dafür sind nicht unendlich, und die Selbstheilungskräfte des Körpers werden zunehmend gebunden. Es entwickeln sich im Laufe der Zeit individuelle „Schwachstellen“ und damit Beschwerdesymptomatiken, die zunächst vielleicht nur gelegentlich auftreten, sich aber insbesondere unter Belastungen verstärken können. 

Ein Beispiel

Angenommenen, es kommt aufgrund eines Sturzes beim Skilaufen zu einer Verschiebung der Beckenknochen und damit zu muskulären Fehlfunktionen und erhöhten Spannungen im Bereich der beteiligten Bandstrukturen. Das Hüftgelenk kann dadurch aus seiner balancierten Position geraten und wird bei jedem Schritt und jeder Bewegung des Beins asymmetrisch belastet.

Das mag zunächst nicht weiter problematisch sein, aber je länger dieser Zustand besteht, umso mehr wird die asymmetrische Belastung des Gelenks zu Abnutzungserscheinungen führen, ähnlich einem Reifen, der unrund läuft und sich dadurch auf Dauer vorzeitig ausgetauscht werden muss . Es kann sich eine Arthrose entwickeln, die sich umso stärker symptomatisch bemerkbar macht, je länger das Ungleichgewicht im umgebenden Muskel-und Bänderbereich besteht.

Zunächst jedoch wird der Organismus versuchen, das aus der Balance geratene System so gut wie möglich zu kompensieren . Es werden andere Muskeln verstärkt unterstützend mit einbezogen, auch die Schultern reagieren z.B. mit ausgleichenden Fehlhaltungsmustern. Der Körper versucht so, ein ausreichendes Maß an Stabilität für die notwendigen Bewegungen zu erzielen.

Wenn nun beispielsweise ein weiteres Verletzungsmuster hinzukommt, z.B. in Form eines Umknickens des Sprunggelenks (Sprunggelenksdistorsion), könnte das bestehende Kompensationsschema überlastet werden. Möglich sind beispielsweise Beschwerden im Bewegungsapparats, die auch nach Abklingen der Sprunggelenkssymptomatik weiter bestehen bleiben oder sich erst danach entwickeln. 

Zusammenspiel der drei Ebenen Bewegungsapparat - Stoffwechsel - Psyche

Diese Kompensationsmechanismen können auf jeder Ebene bestehen - d.h., auch im Stoffwechselbereich und im psychischen Bereich sind sie zu beobachten:

Wie bereits oben anhand des Dreiecks beschrieben, ist das Gleichgewicht zwischen der strukturellen, der biochemischen und der psychischen Ebene des Körpers die Voraussetzung für Gesundheit.

Und umgekehrt bedeutet dies, dass eine Schieflage in einem dieser Bereiche auch immer Auswirkungen auf die beiden anderen Ebenen hat. 

Ein Beispiel

Ein seit Jahren stressbelasteter Mensch leidet zunehmend unter der bestehenden Situation, sieht jedoch für sich keine Möglichkeit einer Veränderung. Es besteht also eine Beeinträchtigung der psychischen Seite des o.b. Dreiecks. 

Auf der hormonellen Ebene des Organismus kann sich unter der anhaltenden Situation eine Dysbalance der hormonellen Stressachse entwickeln - zunächst mit dauerhaft erhöhten Ausschüttungen von Stresshormonen, insbesondere Cortisol, später unter zunehmender Erschöpfung des hormonellen Systems Symptome bis hin zum Burnout- Syndrom.

In diesem Zusammenhang kommt es auch über vegetative Verschaltungen des Nervensystems im Bereich der Nervenzellen im Darmbereich (des sog. Darmhirns oder intestinalen  Nervensystems) zur Ausschüttung von Stresshormonen. Diese biochemischen Mechanismen können zu einer Fehlbesiedelung der Darmschleimhautflora (Dysbiose) führen und hierüber zu einer verminderten Produktion des Neurotransmitters Serotonin, welcher bei der Entwicklung von Depressionen eine wichtige Rolle spielt. Auch ein Mangel an B- Vitaminen, insbesondere Vitamin B12, lässt sich häufig nachweisen.

In diesem Kontext (und auch aufgrund von nächtlichen Unterzuckerungen - Hypoglykämien- ) können sich Schlafstörungen manifestieren und infolge Konzentrations- und Gedächtnisstörungen. 

Auch Symptome durch eine sich zunehmend entwickelnde Gewebeübersäuerung sind häufig .

Auf der strukturellen Ebene lassen sich muskuläre Verspannungen, v.a. der Rückenmuskulatur, beobachten, die sich mit der erhöhten Ausschüttung von Stresshormonen in den Rezeptoren der muskulären Fasziensysteme erklären lassen. Weiterhin werden in diesem Kontext häufig Kopfschmerzen und Tinnitus beschrieben. 

Diese Zusammenhänge beschreiben die Bedeutung , ggf. alle drei Ebenen des Organismus auf Störungsmuster zu untersuchen und zu behandeln im Sinne einer ganzheitlichen Herangehensweise.

Die Behandlung erfolgt dann individuell und entsprechend der gefundenen Ursache. Verschiedenen Techniken werden kombiniert aus den Bereichen:

  • Chirotherapie
  • Osteopathie / Craniosacrale Therapie
  • Applied Kinesiology (AK)
  • Akupunktur
  • Homöopathie
  • Kinesiotape
  • Ernährungsberatung 
  • phytotherapeutische Maßnahmen und orthomolekulare Behandlung zur Stoffwechselregulierung
  • Coaching